Mona Okroy-Hellweg
Public Relations Manager
IVAM Microtechnology Network
May. 16, 2019
IVAM InSide
Mona Okroy-Hellweg
Public Relations Manager
IVAM Microtechnology Network

4 Fragen an Dr. Lutz Aschke, IVAM-Vorstandsvorsitzender

Dr. Lutz Aschke ist seit 2015 beim globalen Hochtechnologieunternehmen TRUMPF tätig. Dort war er unter anderem für den Bereich Geschäftsfeld- und Technologieentwicklung und als CFO für den Geschäftsbereich Lasertechnik und Elektronik zuständig. Seit April 2019 ist Aschke Geschäftsführer der TRUMPF Business Division "Photonic Components".

Neben seiner Tätigkeit bei IVAM war Dr. Aschke noch in verschiedenen Vorstands- und Beiratspositionen aktiv, unter anderem beim Laser Institute of America (LIA), und bei der Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik e. V., F.O.M. . Aktuell ist er Kurator am Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM.

Welche Technologien liegen Ihnen besonders am Herzen und warum? 

Das sind bei mir natürlich die optischen und photonischen Technologien, auch bedingt durch meine Tätigkeit für IVAM. 

Ich glaube, die Photonik hat den technologischen Fortschritt insgesamt maßgeblich geprägt. Einerseits mit Hinblick auf die Potenziale für die Mikroelektronik, anderseits aber auch unter dem Aspekt der Energieeffizienz. 

Ein Beispiel ist die Datenübertragung aus Licht. Diese ist deutlich effizienter als die Nutzung herkömmlicher Kupferkabel. 

Für Produktionstechnologien sind optische Technologien grundsätzlich essenziell, denn sie ermöglichen lithographische Strukturierung bis in den Mikro- und Nanobereich und eröffnen damit zahlreiche innovative Anwendungen.

 

Wo sehen Sie dabei die größten Zukunftspotenziale?

Als Mikrotechnikverband beschäftigen wir uns natürlich mit Innovation durch Miniaturisierung. Schließlich macht die "Verkleinerung" viele Anwendungen überhaupt erst möglich. Weil man Dinge plötzlich mit sich herumtragen kann! 

Mikrotechnologien machen die Welt auch ein bisschen grüner! Denn alles was sehr klein ist, braucht naturgemäß auch weniger Energie.    

Welche technologische Entwicklung hat Sie persönlich am meisten beeindruckt?

Ich glaube, das sind wohl die Fortschritte der Mikro- und Nanotechnologien, die die Digitalisierung vorantreiben und damit Dinge möglich machen, die wir uns vor einigen Jahren noch nicht hätten träumen lassen.  

Das Smartphone zum Beispiel: Durch Miniaturisierung können wir heute einen vollwertigen Computer überall hin mitnehmen – das finde ich persönlich immer noch sehr beeindruckend.

Aus Ihrer Sicht als Unternehmer: Welche Vorteile bietet ein Netzwerk wie IVAM in Zeiten, in denen theoretisch alles zu jeder Zeit online weltweit gefunden werden kann?

Die persönliche Beziehung! Unternehmer suchen nicht nur reine Informationen sondern auch Vertrauen.

In einer hochregulierten Welt hilft ein professionelles Netzwerk durch Expertise, indem es Begleitung und Orientierung bietet, beispielsweise bei patent- oder kartellrechtlichen Fragen, bei internationaler Markterschließung oder beim Innovationsmanagement.   

Zum fünfköpfigen Vorstand des IVAM Fachverband für Mikrotechnik gehören seit der Vorstandswahl am 4. April 2019 Dr. Lutz Aschke von TRUMPF Photonic Components als Vorstandsvorsitzender, Dominique Bouwes von Micronit als stellvertretende Vorstandsvorsitzende, Matthias Lorenz von der AEMtec GmbH, Bärbel Schilling von der Plan Optik AG und Dr. Hans van den Vlekkert von LioniX BV.

Hintergrund: IVAM Fachverband für Mikrotechnik: Veränderungen nach Vorstandswahlen