06.03.2015 Die europäische Mikrotechnikbranche hat zuletzt wieder etwas mehr investiert als in vorausgegangenen Jahren. Laut Wirtschaftsdatenerhebung des IVAM Fachverband für Mikrotechnik hat 2014 knapp ein Drittel der Unternehmen mehr investiert als im Vorjahr. 2015 wollen 35,8% der Mikrotechnikunternehmen noch einmal mehr Mittel für Technologieentwicklung und Unternehmenswachstum in die Hand nehmen.

Wachsende Märkte in Osteuropa und China
Märkte in China und Osteuropa haben aber für die Branche seit 2013 an Bedeutung gewonnen. Das Russlandgeschäft hat trotz der Wirtschaftssanktionen nicht nachgelassen. Schwellenländer wie Indien und Brasilien haben sich als Märkte nicht so schnell entwickelt wie erwartet.

Automobiltechnik wieder unter den Top-Märkten
Der Auftomobilmarkt ist für die Mikrotechnikbranche in den vergangenen zwei Jahren wieder wichtiger geworden. Automobiltechnik ist für 11,1% der europäischen Mikrotechnikunternehmen der wichtigste Markt – 2013 traf das nur auf knapp 4% der Unternehmen zu.

Birgt TTIP „tendenziell mehr Bedrohungen als Chancen“?
Die Mikrotechnikunternehmen in Europa versprechen sich von TTIP durchaus einen Nutzen, lehnen es aber in der derzeit angedachten Form eher ab. Den größten Nutzen erwarten die Unternehmen von dem Abbau von Zöllen und dem Abbau administrativer Hürden. Unterschiede im Patentrecht der USA und Europas, die ohne Angleichung europäische Unternehmen benachteiligen würden, und Ungewissheit beim Thema Investitionsschutz, dessen Verhandlung immer wieder aufgeschoben wird, sind häufig genannte Kritikpunkte.